Ellenbogenschmerzen


Ellenbogenschmerzen sind nicht nur beim Sport eine unangenehme Belastung, sie können auch den Alltag enorm erschweren.

Damit Sie weder Probleme beim Sport noch im Alltag haben, wenden Sie sich vertrauensvoll an die Ellenbogenexperten der HELIOS Klinik München West. Hier gehen wir Ellenbogenschmerzen auf den Grund und behandeln sie mit der bestmöglichen Methode.

Ellenbogenschmerzen

Ursachen von Ellenbogenschmerzen

Die Ursachen für Ellenbogenschmerzen sind vielseitig, sie reichen von Überlastungsreaktionen im Alltag und Sport, rheumatischen Erkrankungen bis zur akuten Verletzung.

Besonders Sportler oder Arbeiter, die stets dieselben Bewegungen ausführen, sind für chronische Ellenbogenschmerzen anfällig. Häufige Ellenbogenleiden sind z.B. ein Tennisarm oder einen Golfer-Ellenbogen. Ein Tennisarm und andere Ellenbogenbeschwerden können zu starken Schmerzen bei Bewegung des Ellenbogengelenks führen.

Auch bei einer sog. Ellenbogensteife können chronische Schmerzen im Ellenbogen auftreten. Betroffene können den Ellenbogen im Gegensatz zum Tennisarm jedoch nur eingeschränkt bewegen. Eine Ellenbogensteife kann verschiedenste Ursachen haben.

Die Ursache der Schmerzen kann auch eine Ellenbogeninstabilität sein. Diese resultiert meist aus einer Voroperation des Ellenbogens oder aus einem Unfall.

Schließlich können Ellenbogenschmerzen auch aus akuten Verletzungen, Gelenkentzündungen oder Verrenkungen entstanden sein.

Ob Tennisarm, Verrenkung oder Verletzung – es empfiehlt sich auf alle Fälle der Gang zum Experten.


Symptome bei Ellenbogenschmerzen

Die Symptome von Verletzungen im Ellenbogen können sich unterschiedlich ausprägen. Zum Teil können es auch sichtbare Symptome sein, wie eine Ellenbogenluxation. Meistens werden die Verletzungen von Ellenbogenschmerzen begleitet. Diese Schmerzen können stechend und ziehend sein. Meistens treten sie sehr plötzlich auf. Durch Schmerzen und Erkrankungen kann es zu Bewegungseinschränkungen oder Blockaden des Ellenbogengelenks kommen. Die häufigsten Krankheitsbilder und deren Therapie werden in der Folge kurz erläutert. Zu jeder Pathologie sind die typischen Symptome beschrieben.

Die akuten Ellenbogenverletzungen können sein:
Ellenbogen
Distale Bicepssehnen Ruptur
Knorpelverletzungen im Ellenbogen
Plica radialis Syndrom

Zu den chronischen Erkrankungen und Überlastungssyndromen gehören:
Epicondylitis radialis/ulnaris (Tennisarm / Golfer-Ellenbogen)
Ellenbogeninstabilität
Ellenbogensteife


Behandlung bei Ellenbogenschmerzen

Es gilt, die Pathologie durch Anamnese und klinische Untersuchung sowie radiologische Diagnostik genau zu identifizieren. Nur dann kann die Therapie exakt darauf abgestimmt werden. Die Ellenbogenverletzungen können durch konservative Behandlung, arthroskopische oder offene Operationsverfahren behoben werden.

Eine konservative Therapie bei Ellenbogenschmerzen kann z.B. eine medikamentöse Behandlung, die Anwendung bestimmter Übungen sowie das Vermeiden von Belastungen umfassen. Außerdem beherrscht die Physiotherapie zahlreiche therapeutische Maßnahmen wie z.B. eine Dehnung betroffener Muskeln bei einem Tennisarm. Eine Linderung der Ellenbogenschmerzen kann durch Salben, Pflaster oder Wärme- und Kälteanwendungen erreicht werden.

In schweren Fällen hilft jedoch oft nur eine operative Therapie. Um die richtige Diagnose und die Ursache Ihrer Ellenbogenschmerzen feststellen und eine passende Therapie vorschlagen zu können, empfehlen wir eine Untersuchung durch unsere Ellenbogenexperten in der HELIOS Klinik München.

Die meisten Fälle von Ellenbogenverletzungen lassen sich ohne schwere Folgeerscheinungen beheben. Wichtig für eine vollständige Genesung ist allerdings die richtige Behandlung. Außerdem sollten Sie zeitig nach Auftreten der Schmerzen einen Arzt aufsuchen. Viele Schäden im Ellenbogen können schnell und einfach behoben werden, wenn sie rechtzeitig identifiziert werden.


Anatomie

Akute Verletzungen des Ellenbogens

Ellenbogenluxationen

Zu einer Ellenbogenluxation kann es z. B. durch einen Sturz kommen. Dabei verschieben sich der Ober- und die Unterarmknochen im Ellenbogengelenk, das Gelenk kugelt sich aus.

Die Ellenbogenschmerzen bei dieser Verletzung entstehen, weil die Bänder, Nerven und Muskeln beschädigt werden. Manchmal kann es auch passieren, dass der Ober- oder die Unterarmknochen brechen. Dann liegt eine Luxationsfraktur vor.

Eine genaue Diagnose stellen unsere Ellenbogenexperten in der HELIOS Klinik in München. Kontaktieren Sie uns!

Mit ca. 20 % aller Luxationen tritt die Ellenbogenluxation am zweithäufigsten aller großen Gelenke auf. Dabei führt die Luxation immer zu einer Kapsel-Band-Zerreißung. Außerdem können Knorpelverletzungen und Frakturen der Gelenkpartner entstehen. Gefäßverletzungen und bleibende Nervenschäden kommen dabei seltener vor.

Die Ellenbogenexperten in München-Pasing evaluieren die Schäden am Ellenbogen, nachdem sie das Gelenk wieder in die ursprüngliche Position zurückversetzt haben. Daraufhin kann eine passende Therapie festgelegt werden.

Wenn es sich um eine einfache Ellenbogenluxation handelt, kann diese meistens mit konservativen Methoden behandelt werden. Das heißt, das Gelenk wird wieder eingerenkt und stabilisiert.

Sollte es sich doch um eine schwerere Verletzung handeln, muss eine operative Rekonstruktion der Bandstrukturen vorgenommen werden. So kann auch verhindert werden, dass der Ellenbogen chronisch instabil und dann in der Folge steif wird. Meist kann diese Operation arthroskopisch durchgeführt werden.

Die Bandstümpfe werden an ihrer ursprünglichen Stelle am Knochen refixiert und die formschlüssige Gelenkfunktion wird so wiederhergestellt.

Die notwendige Physiotherapie beginnt am Tag nach dem operativen Eingriff.

Für eine einwandfreie Heilung wird, nach Abschwellung des Arms, eine Bewegungsschiene angelegt, die sechs Wochen für einen stufenweise zunehmenden Bewegungsumfang und eine geordnete Bewegung sorgt.


Distale Bicepssehnen Ruptur

Ebenso kann die distale Bizepssehnen-Ruptur zu Ellenbogenschmerzen führen. Die Bizepsschmerzen treten stechend und einschießend auf. Ein weiteres Symptom, das sich bei einem Riss im Bizeps manifestiert, ist der Kraftverlust bei der Armbeugung und vor allem der Unterarmdrehung (Supination). Außerdem kann es manchmal zu einer sichtbaren Deformierung des Muskels am Oberarm kommen. Eine zeitnahe Behandlung ist hier für ein gutes Ergebnis dringend notwendig.

Der Ellenbogengelenk nahe Abriss der Bizepssehnen vom Radius geschieht entweder im Rahmen eines Unfalls oder durch chronische Überbelastung. Der Kraftverlust ist im Seitenvergleich deutlich und das Fehlen der Sehnenspannung durch den klinischen Hook-Test beweisend. Die konservative Therapie kann in diesem Fall nur eine schmerzfreie Bewegung des Ellenbogens erzielen, die Kraft wird dann aber ausbleiben. Um die Kraft für Supination (nach außen Drehen des Unterarms) und Beugung wiederherzustellen, bedarf es einer minimal invasiven Operation. Der Sehnenstumpf wird dabei mittels Anker an der Ansatzstelle des Radius refixiert.

Die physiotherapeutische Beübung des Ellenbogens beginnt direkt am Tag nach der Operation.

Nachdem der Arm abgeschwollen ist und die Wundheilung eingesetzt hat, wird eine Bewegungsschiene mit vorgegebener Limitation für sechs Wochen angelegt.


Knorpelverletzungen im Ellenbogen

In diesem Fall treten die Ellenbogenschmerzen entweder wegen einer Aufrauung oder wegen eines teilweisen Verlustes des Knorpels im Ellenbogengelenk auf. Die Knorpelverletzung kann sowohl durch einen Unfall, z. B. in Zusammenhang mit einer Luxation, oder durch Überbelastung entstehen. Häufig spielen Knorpelverletzungen auch mit Knochenschäden zusammen.

Die Ellenbogenexperten in der HELIOS Klinik München beraten Sie gerne zu Knorpelschäden!

Diese Knochenschäden, die durch Knorpelverletzungen entstehen, können durch Röntgen festgestellt werden. Ist die Knorpelverletzung nicht so sehr ausgeprägt, ist sie meist nur über ein MRT zu sehen.

Je nach Ausprägung der Diagnose sollte ein operativer Eingriff vorgenommen und eine Refixierung des freien Knorpelknochenstücks angestrebt werden. Wenn diese Refixierung erfolglos bleibt, müssen andere Therapiewege in Betracht gezogen werden, wie zum Beispiel:

– eine Knorpeltherapie mittels Mikrofrakturierung

– Knorpelknochentransplantation (OATS) oder

– Transplantation gezüchteter Knorpelzellen

Durch diese Wege sollten alle Gelenkfunktionen des Ellenbogens in den meisten Fällen wieder vollständig hergestellt werden können.

Die vollständige Genesung kann aber nur mithilfe einer Physiotherapie gewährleistet werden.

Die Ellenbogenexperten in der HELIOS Klinik Münchenstehen Ihnen gerne mit weiteren Informationen zu Verfügung!


Plica radialis Syndrom

Die Plica radialis ist eine Schleimhautfalte an der Innenseite der Ellenbogengelenkkapsel. Wird diese eingeklemmt, tritt das Plica-radialis-Syndrom auf. Dabei kommt es zu Ellenbogenschmerzen im äußeren Ellenbogenbereich. Die Symptome lassen sich nicht eindeutig von einem Tennisellenbogen unterscheiden. Ebenso können Symptome wie ein spürbares Schnappen, Klicken oder Reiben im Ellenbogen auftreten. Häufig spielen Knorpelverletzungen auch mit Knochenschäden zusammen.

Die einschießenden Schmerzen treten insbesondere bei Streckung des Arms auf und es kann zu Schwellungen am Ellenbogen kommen. Die Ellenbogenschmerzen können je nach Tageszeit und Aktivität variieren.

Therapierbar ist das Plica-radialis-Syndrom meistens durch konservative Behandlung, Ruhigstellung und Medikamentengabe. Sollten sich die Beschwerden nicht bessern, muss ein operativer Eingriff vorgenommen werden. Die HELIOS Klinik München West entfernt die Plica durch einen arthroskopischen Eingriff.

Die Rehabilitationsdauer nach einem arthroskopischen Eingriff ist kurz und nach ca. drei Wochen ist der Patient wieder weitgehend beschwerdefrei.


Chronische Verletzungen am Ellenbogen

Epicondylitis radialis / ulnaris (Tennisarm / Golfer-Ellenbogen)

Der bekannte Tennisellenbogen und auch der Golferellenbogen können den Alltag sehr erschweren. Der Tennisarm oder „Tennisellenbogen“ entsteht durch eine Überbelastung der Streckmuskulatur und zeichnet sich durch Ellenbogenschmerzen am äußeren Gelenkknochen ab. Gleiche Beschwerden treten auch beim Golferellenbogen auf, allerdings ist hier die Überbelastung des Unterarmbeugemuskels auf der Innenseite des Ellenbogengelenks verantwortlich. Ein Tennisarm muss nicht zwangsläufig vom Tennisspielen kommen. Auch andere Sportarten wie Volleyball oder Rudern oder das Arbeiten mit Pressluftgeräten können für den Tennisarm verantwortlich sein.

Einseitige Aktivitäten oder eine Bandinstabilität des Ellenbogengelenks können zu solchen Überbelastungen führen. Ist diese Überbelastung chronisch, wandert der Schmerz ausgehend von der Muskulatur zu den Ansatzpunkten am Ellenbogen und führt hier zu strukturellen Veränderungen. Die Anamnese und klinische Untersuchung wird durch Sonografie und Kernspintomografie ergänzt.

Wir von der HELIOS Klinik München West vermeiden so weit wie möglich operative Eingriffe bei Golfer- oder Tennisellenbogen. Stattdessen setzen wir auf konsequente konservative Therapie.

Nur wenn die Beschwerden bestehen bleiben, sollte eine Operation erwogen werden. Dabei führen wir die Operationen nach Nirschel durch, wodurch uns die komplette Rekonstruktion und Stabilisierung der Muskelansätze gelingt.

Die Physiotherapie des Ellenbogens beginnt direkt am Tag nach der Operation.

Sobald der Arm abgeschwollen ist und die Wundheilung einsetzt, legen wir eine Bewegungsschiene mit vorgegebener Limitation für 6 Wochen an.


Ellenbogeninstabilität

Eine Ellenbogeninstabilität kann sich verschieden ausprägen. Zum einen können Schmerzen im Ellenbogen auftreten, zum anderen kann er aber auch komplett aus dem Gelenk auskugeln. Meistens ist der Bereich des Außenbands betroffen, der durch einen Unfall oder durch eine Voroperation in Mitleidenschaft gezogen wurde. Durch physiotherapeutische Übungen kann diese Instabilität meistens behoben werden.

Eine Diagnose wird in den meisten Fällen durch Röntgen oder ein MRT gestellt, doch manchmal kann eine hochgradige Ellenbogeninstabilität schon bei der ersten Untersuchung festgestellt werden.

Je nach Grad der Instabilität, wird eine andere Methode angewendet. Es kann sogar auch zur Stabilisierung durch eine körpereigene Sehne kommen. Bei einer Arthroskopie kann das Band identifiziert und durch eine Bandplastik verstärkt oder ersetzt werden. Doch meistens reichen konservative Therapien aus.

Eine Physiotherapie beginnt direkt am Tag nach der Operation. Wenn der Arm abgeschwollen ist und die Wundheilung einsetzt, wird eine Bewegungsschiene mit vorgegebener Limitation für sechs Wochen angelegt.


Ellenbogensteife

Eine Ellenbogensteife liegt vor, wenn der Bewegungsapparat des Ober- und Unterarms im Ellenbogengelenk nicht wie gewohnt funktioniert und die Bewegung dadurch eingeschränkt ist. Die Steife kann oft nach Brüchen nahe dem Ellenbogen auftreten.

Schon 20 Grad Beugehemmung können den Alltag stark einschränken. Die Ellenbogensteife kann meistens durch konservative Methoden behoben werden. Sollte dies nicht der Fall sein, müssen Verwachsungen und knöcherne Überbauungen durch einen arthroskopischen oder offenen Eingriff entfernt werden.

Auch in diesem Fall ist eine physiotherapeutische Beübung notwendig und eine Ruhigstellung für sechs Wochen empfehlenswert.


Kontaktieren Sie uns!

Kontakt

HELIOS Klinikum München West
Klinik für Orthopädie & Sportorthopädie
Steinerweg 5, 81241 München
Telefon: 089 8892-2314

*Pflichtfeld


Ansprechpartner

Wir beraten Sie gerne

PD Dr. med. Andreas Lenich, Chefarzt