Knieschmerzen

Das Kniegelenk ist ein hochkomplexes Zusammenspiel aus Sehnen, Bändern, Knochen, Muskeln und Knorpel. Ist dieses Zusammenspiel gestört, können Knieschmerzen auftreten.

Die Experten der HELIOS Klinik beraten Sie umfassend, gründlich und diskret zu Ihren Knieschmerzen. Wir bieten Ihnen modernste Behandlungsmethoden. Die meisten unserer Knie-OPs werden durch unsere Ärzte arthroskopisch durchgeführt. Mit der sog. „Schlüsselloch-Technik“ werden nur kleine Schnitte benötigt.

Knieschmerzen

Ursachen von Schmerzen am Knie

Das Knie ist das größte Gelenk im Körper. Ursachen von Knieschmerzen gibt es deswegen viele.

  • Trauma

Eine der häufigsten Ursachen ist ein traumatischer Unfall in Verkehr oder Sport. Das sind z. B. Knieverletzungen wie ein Knochenbruch, eine Verrenkung oder ein Bänderriss. Die häufigsten Bänderrisse sind der Kreuzbandriss und der Meniskusriss, die zu akuten Knieschmerzen führen.

  • Abnutzungserscheinungen

Genauso oft kann es zu Knieschmerzen wegen Abnutzungserscheinungen am Kniegelenk kommen. Der Verschleiß von Knorpel, Sehnen oder Bändern (sog. „Springerknie“ oder „Läuferknie“) ist eine Volkskrankheit, genau wie eine Kniearthrose oder Rheuma.

  • Viren und Infektionen

Anlass der Schmerzen können jedoch auch gereizte Schleimbeutel, Knochen-Knorpel-Schäden oder Infektionen sein. Diese können z. B. durch Viren oder Bakterien auftreten.

  • Knieinstabilität

Reißen die Kreuzbänder oder Kollateralbänder oder kommt es zu Verletzungen des Meniskus, ist eine Knieinstabilität eine häufige Begleiterscheinung.

Wichtig: Da die Ursachen vielfältig sind, empfehlen wir Ihnen, unsere Kniegelenkexperten in der HELIOS Klinik aufzusuchen. Diese besitzen langjährige Erfahrung mit allen Arten von Erkrankungen der Kniegelenke und informieren Sie ausführlich über Ihre Schmerzen am Knie.


Symptome von Schmerzen am Knie

Verletzungen im Knie werden meistens von Symptomen wie Blutergüsse und Schwellungen begleitet.

Knieschmerzen können von Patient zu Patient variieren. Manchmal treten sie nur nach bestimmten Aktivitäten auf, wie Joggen, Wandern oder Treppensteigen, manchmal begleiten sie jede Bewegung. Ebenso kann die Stelle, an der der Schmerz auftritt, unterschiedlich sein. So können die Symptome an der Innenseite oder an der Außenseite, vorne oder hinten am Knie lokalisiert werden.

Besonders häufig sind die Knieschmerzen auf der Innenseite, die auf Verletzungen des Innenbands oder am Innenmeniskus hinweisen. Andere Ursachen können allerdings auch Kniearthrose oder eine Schleimbeutelentzündung sein.

Sie sehen: Ein Besuch beim Knieexperten ist unerlässlich. Nur durch eine genaue Untersuchung und die richtige Diagnose werden Sie Ihre Knieschmerzen wieder los.

Die nachfolgenden Krankheitsbilder können Hinweise auf die Ursache Ihrer Knieschmerzen geben, dennoch empfehlen wir, unsere Knieexperten der HELIOS Klinik in München aufzusuchen.

Bänderrisse
Meniskusverletzungen
Fehlstellungen
Verletzungen an der Kniescheibe


Behandlung von Knieschmerzen

Je nach Ursache der Knieschmerzen können verschiedene Therapien angewendet werden. Manchmal kann es bereits ausreichen, das Knie für eine bestimmte Zeit ruhig zu stellen. Andererseits kann auch eine Operation vonnöten sein. Eine zeitnahe Erstversorgung ist vor allem bei akuten Verletzungen wichtig!

Lassen Sie sich deshalb in der HELIOS Klinik umfassend untersuchen und beraten.

Grundsätzlich gibt es verschiedene Behandlungsmethoden für Knieschmerzen, die zum Erfolg führen können. Manchmal müssen auch mehrere Formen angewandt werden. Die grundlegenden Therapien lassen sich in drei Kategorien einteilen:

  • Medikamentöse Therapie

Diese Therapie umfasst oft die Behandlung mit nicht-steroidalen Antirheumatika. Diese sind kortisonfrei und helfen nicht nur gegen den Schmerz im Knie, sondern sind auch noch entzündungshemmend. Die Medikamente wirken als Salbe dort, wo sie gebraucht werden. AUßerdem ist die Einnahme in Tablettenform möglich.

  • Physiotherapie

Physiotherapie oder Krankengymnastik dienen der Wiederherstellung oder Instandhaltung der früheren Funktion des Kniegelenks und der Reduzierung der Knieschmerzen. Um dies zu erreichen, werden nicht nur äußerliche Heilmittel wie Wärme- und Kältebehandlungen, Elektrische Ströme oder Massagen angewendet, sondern auch die Aktivität des Patienten aktiviert. Dabei wird individuell auf den Patienten eingegangen.

  • Chirurgische Maßnahmen

Die Kniechirurgie beinhaltet operative Maßnahmen bei Knieverletzungen und Krankheiten wie Rupturen von Bändern, Kniearthrose, Brüche oder Fehlstellungen. Sie wird gegen Knieschmerzen angewendet, wenn konservative Heilungsmaßnahmen versagen.


sportorthopädie

Krankheitsbilder am Knie

Bänderrisse

Die wichtigste Funktion von Bändern ist es, das Kniegelenk zu stabilisieren. Oft kommt es beim Sport zu einer starken Beanspruchung oder Dehnung der Bänder. Diese Überbeanspruchung kann zum vollständigen Riss der Bänder und zu starken Knieschmerzen führen. Für viele Sportarten gibt es typische Risse von Bändern. Bei Fußballern kommt z. B. der Kreuzbandriss sehr häufig vor. Bei Skifahrern tritt auch der Innenbandriss sehr oft auf.

Durch den Riss kann das Kniegelenk instabil werden. Der Patient wird in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Wird zu lange mit der Behandlung gewartet, kann es zudem u. U. passieren, dass Knorpel und Meniskus falsch belastet werden. Dadurch können weitere gesundheitliche Probleme auftreten.

Symptome eines Bänderrisses sind meist starke Schmerzen, wenn die Verletzung belastet wird. Das Knie fühlt sich weder belastbar noch stabil an und kann schmerzhaft anschwellen.

Je nach Art des gerissenen Bands werden die minimalinvasiven Schnitte an verschiedenen Stellen gesetzt. Bei einem Riss des vorderen Außenbands oder des Kreuzbands ist meist eine Operation nötig. Im Zuge der OP des Außenbands wird dieses genäht. Im Zuge der OP des Kreuzbands werden Teile körpereigener Sehnen oder Bänder via Kanäle im Unter- oder Oberschenkel in das Kniegelenk gezogen.

Ist das hintere Kreuzband gerissen, ist der Heilungsprozess in manchen Fällen auch ohne Operation möglich, denn dieses heilt zumeist besser zusammen als das vordere Kreuzband. Spezialschienen verbinden die gerissenen Enden des Bands und helfen dabei, den Heilungsprozess zu beschleunigen.

Durch schnelle Richtungswechsel bei sportlicher Betätigung kann ein Innenbandriss auftreten. Je nach Verletzungsgrad dauert der Heilungsprozess kürzer oder länger bzw. es ist eine OP notwendig oder nicht. In simplen Verletzungsfällen reicht oft auch eine Stabilisierung mittels Schienen.


Meniskusverletzungen

Die Menisken sind mondförmige Knorpel an der Knieseite, die zwischen den Knochen des Schienbeins und des Oberschenkels liegen. Sie nehmen dem Kniegelenk Gewicht ab, arbeiten als „Stoßdämpfer“ und entlasten dieses. Ist das Gewebe der Menisken nicht mehr ausreichend, kann es zu langfristigen Knorpelschädigungen kommen. Kleine Risse im Meniskus wachsen meist wieder von ganz allein zu. Ein größerer Schaden am Meniskus kann jedoch zu starken Schmerzen am Knie führen und sollte in jedem Fall durch Spezialisten behandelt werden.

Die Aufgabe der Menisken ist es, dem von oben drückenden Gewicht mehr Auflagefläche zu bieten. Ist diese Funktion gestört, kommt es zu größerer Reibung im Gelenk.

Bei älteren Menschen liegt der Schmerz am Meniskus meist an einer Rückbildung von Knorpelgewebe. Bei jüngeren Menschen dagegen rührt der Schmerz meist von einer Verletzung und nicht von Verschleißerscheinungen. Ist der Meniskus angerissen, treten plötzliche Schmerzen im Knie und meist eine Schwellung auf. Bei einer Dreh- oder Beugebewegung verstärkt sich der Schmerz.

Unsere Ärzte führen Meniskusoperationen im Regelfall minimalinvasiv durch. Das bedeutet, der Arzt führt nur kleine Schnitte aus. Je nach Schweregrad wird der Meniskus bei der OP genäht, teilweise oder auch beinahe völlig entfernt. In letzterem Fall kann ein möglichst verträgliches Meniskusimplantat aus künstlichem Bindegewebe eingesetzt werden. Die Entfernung des Meniskus erfolgt durch unsere Ärzte jedoch immer so sparsam und sorgsam wie möglich.


Fehlstellungen

Weicht die Achse zwischen Ober- und Unterschenkel ab, handelt es sich um eine Kniefehlstellung. Weicht der Unterschenkel- vom Oberschenkelknochen nach innen ab, spricht man von „O-Beinen“. Steht die Abweichung außen, spricht man von „X-Beinen“. Durch die Abweichung wird eine Seite des Knies mehr belastet als die gegenüberliegende. Dies kann mit der Zeit zu höherem Knorpelverschleiß, Schmerzen am Knie und zu einer Arthrose führen.

Die verschobene Belastungsachse des Beins führt zu einer Überbelastung auf einer Seite des Knies. Die Fehlstellung der Beinachse ist in vielen Fällen genetisch veranlagt. Manchmal entsteht sie auch durch einen Knochen, der nicht richtig verheilt ist. Die exakte Diagnose geschieht nach der Vermessung des gesamten Beins.

Symptome einer Fehlstellung sind starke Schmerzen im Knie. Die Schmerzen treten meist an einer bestimmten Seite des Knies auf. Es kann zu starken Schwellungen kommen.

Auch wenn noch keine Symptome einer Überbelastung auftreten, empfiehlt sich meist eine vorbeugende Korrektur der Fehlstellung.

Durch operative Maßnahmen, eine sogenannte „Umstellungsoperation“, kann die Achsenfehlstellung korrigiert oder zumindest verbessert werden. Dabei wird ein Sägeschnitt an einer bestimmten Stelle des Knochengerüsts durchgeführt, um den Teil des Knies zu entlasten, der mehr Last zu tragen hat. Um das Bein zu stabilisieren, wird der Knochen stabilisiert. Dazu wird z. B. eine winkelstabile Platte verwendet, die an der Außenseite des Knochens um die Schnittstelle fixiert wird.


Verletzungen an der Kniescheibe

Die Kniescheibe (Patella) kann verschiedene Verletzungen erleiden. Dabei ist nicht alleine der Bruch der Kniescheibe gemeint. Die Patella kann auch Arthrose und Abnutzungserscheinungen unterliegen. Die Konsequenz können starke Knieschmerzen sein. Wenn eine Kniescheibe des Öfteren herausspringt, kann sie durch eine Operation stabilisiert werden.

Die Symptome einer verletzten Kniescheibe sind Schmerzen am vorderen Knie und eine deutliche Bewegungseinschränkung.

„Neben einer hierdurch deutlichen Einschränkung für den Patienten beim Sport oder auch im Alltag kommt es zu einer zunehmenden Schädigung des Knorpels.“

Liegen andere Symptome vor, die für eine instabile Kniescheibe verantwortlich sind, empfiehlt es sich, diese Symptome zuerst zu behandeln, bevor man operative Maßnahmen an einer Kniescheibe in Betracht zieht. Symptome jener Art können z. B. ein X-Bein oder ein Drehfehler des Oberschenkels sein.

Bei Ausrenkungen kann es vorkommen, dass die Kniescheibe in der Zukunft öfter herausspringt und einen instabilen Halt hat. Dieser Umstand kann durch eine Operation korrigiert werden. Zur Stabilisierung der Kniescheibe wird meist eine körpereigene Sehne verwendet, die das Halteband der Kniescheibe ersetzt.


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HELIOS Klinikum München West
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PD Dr. med. Andreas Lenich, Chefarzt