Schulterschmerzen


Schulterschmerzen sollte man sofort behandeln. Denn die Schulter ist ein sehr wichtiges Gelenk. Die Schulter dient uns als Antrieb beim Schwimmen. Wir melden uns mit ihr in der Schule. Und wir können schwere Lasten mit ihr heben. Das Schultergelenk hat einen großen Vorteil: Es ist das flexibelste Kugelgelenk im ganzen Körper. Allerdings es ist sehr anfällig für Verletzungen und Abnutzungserscheinungen.

Haben Sie Schulterschmerzen? Unsere erfahrenen Experten untersuchen Ihre Schulter gewissenhaft, beraten Sie individuell und zeigen Ihnen die probate Behandlungsstrategie.

Schulterschmerzen

Ursachen von Schulterschmerzen

Menschen jeden Alters kennen sie: Schulterschmerzen.

Die häufigste Ursache für Schulterleiden ist ein Riss oder der Verschleiß der Rotatorenmanschette – zur Rotatorenmanschette gehören die Sehnen von vier großen Muskeln in der Schulter. Vor allem Sehnen und Muskeln sind die Stützen des empfindlichen Kugelgelenks. Diese fixieren den Knochenkopf des Oberarms in der richtigen Position. Schon geringe Abweichungen können zu steigendem Verschleiß und Schulterschmerzen führen.

Eine andere häufige Ursache von Schulterschmerzen ist die bekannte Schleimbeutelentzündung. Diese entsteht durch Überbeanspruchung, Verletzungen oder Infektionen durch Bakterien oder Viren. Auch eine Schulterinstabilität oder die sog. „Kalkschulter“ können die Auslöser der Schmerzen in der Schulter sein. In manchen Fällen ist auch das sog. „Impingement-Syndrom“ verantwortlich. Bei diesem Syndrom wird die Beweglichkeit und Funktion des Schultergelenks durch eine Einengung von Sehnen behindert.

Bestimmte Sportarten begünstigen Schulterschmerzen. So haben Tennis- und Golfspieler häufiger Schulterschmerzen als Fußballer, da gleiche Bewegungen immer wieder ausgeführt werden. Auch das Schlagen des Balls kann negative Auswirkungen auf das Schultergelenk  des Schlagarms haben.

Auch eine falsche Haltung oder untrainierte Muskeln können die Ursache für Schmerzen in der Schulter sein.


Symptome bei Schulterschmerzen

Die Symptome bei Schulterschmerzen können sich von Patient zu Patient unterschiedlich auswirken. Außerdem sind die Schmerzen in der Schulter davon abhängig, welcher Teil der Schulter betroffen ist,. Nachfolgend finden Sie die Beschreibung und Symptome zu verschiedenen Krankheitsbildern:

Rotatorenmanschette
Impingement-Syndrom
Kalkschulter
Schulterinstabilität
ACG-Luxation
Pathologien der Bizepssehne
Arthrose des Schultergelenkes

Ein Arztbesuch ist bei diesen Symptomen zu empfehlen:

  • Starke Schmerzen in der Schulter
  • Taubheit im Arm, den Fingern
  • Schmerzen nach einem Schlag oder Sturz auf die Schulter
  • Einschränkung der Beweglichkeit der Schulter
  • Ständig auftretende oder immer wiederkommende Schulterschmerzen
  • In den Hals, Nacken oder Arm ausstrahlende Schmerzen

Bei schwerwiegenden Symptomen sollten Sie sofort zum Arzt:

  • Starke, dumpfe plötzliche oder dauerhafte Schmerzen im rechten Oberbauch, begleitet von Übelkeit, Erbrechen oder Blässe
  • Fieber, Schüttelfrost
  • Atemnot

Zögern Sie nicht, uns aufzusuchen.

Damit der Heilungsprozess nachhaltig und rasch vonstattengehen kann, ist ein Besuch beim Experten unbedingt empfehlenswert.


Behandlung des Schultergelenks

Die HELIOS-Klinik vereint erstklassiges Know-how mit fortschrittlicher Technik. Um die Schulter richtig zu diagnostizieren, führen Experten mit Ihnen ein ausführliches Gespräch. Unsere erprobten Experten für Schultergelenke untersuchen Ihre Schulter gründlich mithilfe von radiologischen Bildgebungsverfahren (Röntgen, MRT, CT). In Ihrer persönlichen Diagnose werden Sie ausführlich über die Ursache Ihrer Schulterschmerzen und die Gestalt und die Folgen Ihrer Verletzung informiert. Außerdem klären wir Sie, sofern notwendig, über hochmoderne Behandlungsmethoden und erfolgversprechende Operationsverfahren auf.

Falls die Schulterverletzung nicht behandelt wird, kann dies zu chronischen Schulterschmerzen und zu Schäden führen. Ist eine Sehne gerissen, heilt diese meist nicht von selbst. Die Sehne muss genäht werden. Meist verhindert dies zukünftige Beschwerden.

Je nach Krankheitsbild wird eine bestimmte Behandlungsmethode gewählt. Bei Entzündungen im Schultergelenk kommen beispielsweise vorerst konservativ mit Medikamenten, einer Pyhsiotherapie und Kortison. Falls konservative Maßnahmen keinen Erfolg erzielen, wird zu offenen oder arthroskopischen Behandlungsmethoden gegriffen. Die Eingriffe erfolgen minimalinvasiv, d.h. es nur Minimalschnitte ausgeführt. Das Ziel der Behandlung der Schulter ist die Erhaltung der Funktion des Schultergelenks.Die Helios Klinik verwendet für Operationen nur hochmoderne Geräte.


Schulterpraxis

Verletzungen am Schultergelenk

Verletzung der Rotatorenmanschette

Die Rotatorenmanschette oder „Muskel-Sehnen-Kappe“ ist ein Ring aus den Sehnen von vier Muskeln. Dieser verbindet das Schulterblatt mit dem Oberarmkopf und hält diesen in der Gelenkpfanne. Die Rotatorenmanschette ist für die Drehbewegungen des Gelenks zuständig. Ist ein Muskel der Rotatorenmanschette beschädigt, schmerzen die Bewegungen, für die dieser Muskel zuständig ist.

Muskeln der Rotatorenmanschette:

  • Untergrätmuskel
  • Obergrätmuskel
  • Unterschulterblattmuskel
  • kleiner runder Muskel

Die vier verschiedenen Muskeln der Rotatorenmanschette sind wie Flugzeugruder für eine verschiedene Richtung zuständig. Der Musculus subscapularis ist der stärkste Innenrotator des Schultergelenks. Er ist für die Innenrotation des Oberarmes zuständig. Ist er verletzt oder gerissen, werden Innendrehungen des Oberarmes schmerzhaft. Nach einem Riss verkümmert die Muskulatur.

Ist dagegen der  Musculus supraspinatus betroffen, werden Hebungen des Armes schmerzhaft. Dieser Muskel ist von den vier Muskeln der Rotatorenmanschette am häufigsten von Verletzungen betroffen.

Eine Beeinträchtigung der Rotatorenmanschette kann durch Abnutzungserscheinungen, akute Verletzungen oder auch das Impingement-Syndrom auftreten. Dieses beschreiben wir Ihnen im nächsten Punkt.

Gängige Symptome für eine Verletzung der Rotatorenmanschette

  • Schulter- und Oberarmschmerzen
  • Schmerzen bei bestimmten Bewegungsrichtungen
  • bei einem schwerwiegenden Riss Kraftlosigkeit im betroffenen Arm.

Impingement-Syndrom

Die Sehnen der Rotatorenmanschette können auch durch das Impingement-Syndrom beeinträchtigt werden. Bei diesem Syndrom werden diese zwischen Schulterblatt und Humeruskopf eingeklemmt. Deswegen spricht man auch vom „Engpass-Syndrom“. Der Engpass verursacht oft Schulterschmerzen und Verletzungen der Manschette. In schwerwiegenden Fällen kann der Engpass mithilfe von modernen Instrumenten verbreitert und die Sehnen befreit werden.

Hegen Sie einen Verdacht auf das Impingement-Syndrom? Unsere Experten helfen Ihnen gerne! Vereinbaren Sie einen Beratungstermin

Besonders beim Heben der Schulter kommt es zu Schmerzen. Der Oberarmkopf klemmt Sehnen zwischen sich und dem Schulterdach ein.

Die dazwischen liegenden Weichteile – wie z.B. Sehnen, Muskeln und Schleimbeutel – werden durch den Engpass eingeklemmt. Durch Bewegung des Gelenks werden sie fortwährend gereizt. Es ist wie ein Schuh, der zu eng sitzt und an der Haut reibt. Es kommt zu Entzündungen, die zu starken Schmerzen führen können. Die Schmerzen sind zuerst auf den Subakromialraum beschränkt, mit der Zeit darüber hinaus.

Das Impingement-Syndrom kann über Jahre hinweg unbemerkt fortschreiten, bis plötzlich Schmerzen auftreten, meist in Form von Stichen. Bei Nicht-Behandlung verschlimmern sich die Symptome und die Schmerzen in den meisten Fällen.


Tendinosis calcarea (Kalkschulter)

Unter einer Kalkschulter versteht man eine Erkrankung durch Kalkablagerungen im Gebiet der Schultersehnen. Meist entsteht die Verkalkung wohl durch eine zu schwache Durchblutung der Rotatorenmanschette. Die Kalkschulter entwickelt sich in vier Stufen und bleibt anfangs wenig bemerkt oder gänzlich unbemerkt.

Die HELIOS-Klinik besitzt tiefgreifende Erfahrungen in der Heilung von Kalkschultern.

Die Entwicklung der Krankheit verläuft in vier Stufen:

1. Zellumwandlung

Sehnengewebe wird zu Bindegewebe umgebaut.

2. Verkalkung

Das Bindegewebe stirbt zum Teil ab. Die Sehne lagert Kalk ein.

3. Resorption

Der Kalkherd wird durch den Körper resorbiert, also aufgenommen. Dies kann zu heftigen Entzündungen von Schleimbeuteln und der Rotatorenmanschette führen.

4. Reparatur

Das Kalkdepot löst sich auf. Doch oft erreicht der Körper diese finale Stufe der Heilung nicht.

Empfehlenswert ist meist zuerst eine Behandlung der Krankheit durch nicht-chirurgische Maßnahmen. Dazu gehören z.B. eine medikamentöse Therapie zur Schmerzminderung und Entzündungshemmung. Auch eine Physio- oder Stoßwellentherapie kann helfen. Schlägt die Behandlung nicht an, kann das Kalkdepot durch operative Maßnahmen entfernt werden – dies führt meist zur Beschwerdefreiheit.


Schulterinstabilität

Manche kennen es: Die Schulter renkt sich plötzlich aus und man kann sie nur mit fremder Hilfe wieder einrenken. Eine instabile Schulter kann die Ursache sein. Eine Schulterinstabilität kann angeboren oder durch einen Unfall entstanden sein. Ist die Schulterinstabilität angeboren, ist der Oberarmkopf und hierdurch das Gelenk überbeweglich. Das Gelenk kann sehr leicht aus der Pfanne springen. Man spricht von einer „Luxation“. Die Schulterinstabilität kann auch durch einen Unfall entstehen, z.B. eine hebelnde Krafteinwirkung. In der Folgezeit können sich schon bei geringer Krafteinwirkung wiederkehrende Luxationen zeigen.

Meist ist eine intensive Physiotherapie notwendig. Für eine individuelle Empfehlung sollten Sie sich von einem unserer Ärzte untersuchen lassen.

Stürze, Überkopf-Übungen oder Drehbewegungen begünstigen eine Luxation, also ein Ausrenken des Schultergelenks. Ist das Schultergelenk sehr anfällig für Ausrenkungen, ist ein operativer Eingriff zu empfehlen. Denn die wiederkehrenden Ausrenkungen können zu einem höheren Abrieb von Knorpel und schließlich zur Arthrose führen.

Während der Operation können Bänder genäht und die Gelenkkapsel gestrafft werden. Liegt ein verletztes Labrum vor (ein Knorpelring um die Gelenkpfanne), wird das Labrum mithilfe von Fadenankern wieder stabil an der Gelenkpfanne angebracht. Die Fadenanker werden mit der Zeit vom Körper aufgelöst.

Nach der Operation muss das Gelenk mindestens drei Monate geschont werden. Mit fortschreitender Zeit kann der Patient immer mehr Bewegungen ausführen. Die volle Belastbarkeit des Schultergelenks ist nach etwa sechs Monaten wiederhergestellt.


Chronische Verletzungen am Schultergelenk

Acromioclavikulargelenksluxation (ACG-Luxation)

Das Schulterdach heißt medizinisch „Acromion“. Das Schlüsselbein heißt „Clavicula“.

Wenn die Bänder zwischen Schlüsselbein und Schulterdach reißen, spricht man von einer „Acromioclavikulargelenksluxation“ oder auch „Schultersprengung“. Daraus resultieren schwere Schulterschmerzen.

Übliche Symptome der Schultersprengung sind z.B.

  • Blutergüsse
  • Schwellungen
  • Schmerzen
  • eine eingeschränkte Bewegungsfunktion der Schulter
  • eine Verschiebung des Schlüsselbeins gegenüber dem Schultereck

Eine Schultersprengung geschieht öfters durch einen harten Sturz auf die Schulter. Bei leichten Fällen kann die Schulter konservativ behandelt werden, z.B. durch eine Armschlinge. Ist die Schulter massiv verschoben und beeinflusst maßgeblich die Bewegungsfähigkeit des Armes, ist eine Operation zu empfehlen.

Bei der OP wird die richtige anatomische Stellung zwischen Schulterdach und Schlüsselbein wiederhergestellt. Außerdem werden die gerissenen Bänder genäht und das betroffene Gebiet durch Fixierungen stabilisiert.

In der Genesungsphase folgt die physiotherapeutische Mobilisierung der Schulter. Die volle Belastbarkeit des Schultergelenks ist meistens nach sechs Monaten wiederhergestellt.

 


Instabile lange Bizepssehne (LBS)

Die lange Bizepssehne (LBS) verläuft am Schultergelenk durch das Rotatorenintervall. In diesem Bereich der oberen Schulterkapsel ist der Muskelmantel im Vergleich zu anderen Bereichen des Schultergelenks eher dünn. Treten Schmerzen auf, kann u.a. die lange Bizepssehne beschädigt sein.

Die Symptome für eine Beschädigung der langen Bizepssehne sind typischerweise unspezifische Schmerzen in der betroffenen Schulter. Die Unspezifität der Schulterschmerzen gestaltet die Zuordnung der Schmerzen zur LBS meistens schwierig.

An verschiedenen Stellen der LBS kann es zu Aufrauungen, Anrissen oder vollständigen Rissen kommen. Diese können z.B. an der Verbindungsstelle zwischen Sehne und Gelenk passieren (SLAP), ebenso an der ligamentären Führungsschlinge (Pulley), durch welche die LBS stabilisiert wird. Die Sehne muss in den meisten Fällen operativ genäht werden.


Arthrose des Schultergelenkes

Eine Arthrose ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen – da wir unsere Arme tagtäglich benutzen und des Nachts auf der Schulter schlafen müssen, ist eine Arthrose des Schultergelenks oft mehr als unangenehm und es können schwere Schulterschmerzen auftreten. Eine Schultergelenksarthrose bedeutet deswegen eine starke Einschränkung der Lebensqualität. Gründliches finden Sie auf unserer Seite Arthrose und Knorpelschäden.


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PD Dr. med. Andreas Lenich, Chefarzt